Case Study

Wie Hemming Technik aus Sichtbarkeit planbaren Shop-Umsatz gemacht hat

Die Hemming Technik GmbH & Co. KG aus Gronau im Münsterland entwickelt und produziert seit 1988 Diamantwerkzeuge und Maschinen für die Bauwerksbearbeitung. Der Schwerpunkt liegt auf dem nachträglichen Einfräsen von Fußbodenheizungen in Bestandsgebäuden.

Das Unternehmen wird in zweiter Generation als Familienbetrieb geführt und verkauft ausschließlich an Gewerbekunden und Institutionen. Der Onlineshop führt 261 Artikel, geliefert wird europaweit.

Zielgruppe

B2B

Branche

Diamantwerkzeuge und Bauwerksbearbeitung

Zeitraum

12 Monate, 01/2025 bis 12/2025

Leistung

SEO Betreuung + Google Ads
+66 %

Shop-Umsatz im vierten Quartal, 2024 gegenüber 2025

Der Umsatzplan für 2025 wurde übertroffen: 110,8 Prozent beim Gesamtumsatz, 114,0 Prozent beim Umsatz über die organische Suche. Der Plan stand im Dezember 2024 fest, also vor dem Ergebnis.
69 auf 112

Bestellungen im Shop pro Quartal, viertes Quartal 2024 gegenüber viertem Quartal 2025

Der durchschnittliche Warenkorb blieb dabei stabil. Das Wachstum kommt aus zusätzlichen Aufträgen, nicht aus höheren Preisen.
Faktor 7

Umsatz je Euro Werbebudget in Google Ads, Juli bis Dezember 2025

Google Ads startete erst, als das Tracking stand. Das Monatsbudget wurde nach den ersten Wochen deutlich gesenkt, der Umsatz aus dem Kanal stieg trotzdem weiter.
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Ausgangssituation

Ein Shop, den der Markt nicht gefunden hat

Im Kernsegment ist Hemming Technik nach eigener Angabe der größte Lieferant für Fußbodenheizungs-Frässysteme in Deutschland. Ein Teil der Wettbewerber bezieht die Maschinen dort und vermietet sie weiter. Online hatte sich diese Position nicht abgebildet.

Der Onlineshop war seit etwa 2022 online. Er wurde gefunden, wenn man den Firmennamen kannte, kaum aber über die Begriffe, mit denen Handwerksbetriebe nach Maschinen und Werkzeugen suchen. Die Kategorieseiten waren nicht auf Suchbegriffe ausgerichtet, ein Teil der Sortimentslogik lag auf einer zweiten Domain, die separat über Anzeigen beworben wurde. Anzeigen liefen bei einem externen Dienstleister, ohne sauber zugeordnetes Tracking.

Im ersten Projektjahr ging es darum, überhaupt gefunden zu werden. 2025 war die Aufgabe eine andere: aus dieser Sichtbarkeit Umsatz machen.

Das Kernproblem: Der Shop war technisch vorhanden, wirtschaftlich aber unsichtbar. Der Großteil des Umsatzes lief weiter über den analogen Vertrieb.
Zielsetzung

Was 2025 erreicht werden sollte

Die Sichtbarkeit stand nach dem ersten Jahr. Offen war die Frage, ob sie auch verkauft. 2025 wurde deshalb ein Jahr der Qualität statt der Menge.

Auf kaufnahen Begriffen ranken

Nicht mehr Keywords, sondern die richtigen: Kategorie- und Produktbegriffe mit gewerblicher Kaufabsicht.

Den Umsatzplan erfüllen

Ein im Dezember 2024 gesetztes Umsatzziel, aufgeteilt auf Kanäle und Monate, monatlich gegengeprüft.

Einen zweiten Kanal aufbauen

Google Ads in die eigene Steuerung holen, aber erst nach dem Tracking, nicht davor.

Das Sortiment maschinenlesbar machen

Produkteigenschaften strukturiert erfassen, damit Beratungslogik und Suchmaschinen dieselbe Grundlage nutzen.

Das Vorgehen

Erst messen, dann Anzeigen schalten

2025 lief in vier Schritten. Zuerst wurde die Suchnachfrage vollständig erfasst, dann die Kategoriestruktur darauf ausgerichtet, dann die technische Basis nachgezogen und erst danach Google Ads gestartet. Der Wendepunkt war die Reihenfolge: Anzeigen liefen vorher schon, nur ohne belastbare Zuordnung. Ohne diese Zuordnung wäre nicht entscheidbar gewesen, welcher Euro wirkt.

Suchnachfrage vollständig erfassen

Im Februar 2025 wurde die Keyword-Basis auf den gesamten Markt ausgeweitet. Über alle Quellen hinweg wurden 16.327 einzigartige Suchbegriffe mit rund 2,8 Millionen Suchvolumen analysiert. Daraus entstand eine priorisierte Zielstruktur von 122 URLs, die zusammen 706.960 Suchvolumen abdecken.

Kategorieseiten auf Kaufabsicht ausrichten

Ab Mai 2025 galt ein verbindliches Template für Kategorie- und Ratgeberseiten: Hauptkeyword in der H1, drei praktische Vorteile, Produktberatung mit internen Links, dann die Argumente des Unternehmens und vier FAQ. Parallel wurden die Produkteigenschaften von 31 Artikeln strukturiert erfasst, von Einsatzgebiet bis geeignetes Material.

Technisches Fundament und wöchentlicher Projekttag

Für das Shopify-Theme entstand ein Anforderungskatalog mit 26 SEO-Anforderungen in sechs Bereichen, von Core Web Vitals über Bildformate bis zu Facettennavigation und strukturierten Daten. Ab April 2025 gab es einen festen wöchentlichen Projekttag, an dem gemeinsam umgesetzt wurde statt in Tickets zu warten.

Google Ads nach dem Tracking, nicht davor

Erst als Consent, Merchant Center und Umsatzzuordnung standen, wurde im Juli 2025 die eigene Kampagnenstruktur aufgesetzt: rund 70 Keywords in fünf Anzeigengruppen plus eine Performance-Max-Kampagne. In sechs Monaten kamen 47 Bestellungen dazu, bei Faktor 7 Umsatz je Euro Werbebudget.

Verlauf

Von 57 auf 171 Keywords in den Top 3

Quelle: Ahrefs Site Explorer, Markt Deutschland, Monatswerte zu Halbjahresmitteln, August 2024 bis Dezember 2025

Business-Impact
Verlauf

Messbare Ergebnisse mit
echtem Business-Impact

2025 war das Jahr, in dem der Shop von einem Nebenkanal zu einem geplanten Vertriebsweg wurde. Nicht durch mehr Besucher, sondern durch passendere.

Umsatzplan übertroffen
Der im Dezember 2024 gesetzte Plan für 2025 wurde erfüllt: 110,8 Prozent beim Gesamtumsatz, 114,0 Prozent beim Umsatz über die organische Suche. Ziel und Ist stehen in derselben Auswertung.
Fast zwei Drittel des Shop-Umsatzes aus den betreuten Kanälen
52 Prozent des Shop-Umsatzes 2025 gingen auf die organische Suche zurück, weitere 12 Prozent auf Google Ads. Ein Jahr zuvor war der zweite Wert null.
Mehr Aufträge bei stabilem Warenkorb
Die Bestellungen stiegen von 69 auf 112 pro Quartal, der durchschnittliche Warenkorb blieb dabei praktisch unverändert. Das Wachstum kommt aus zusätzlichen Aufträgen.
Werbebudget gesenkt, Umsatz gestiegen
Weil jeder Umsatz einem Erstkontakt-Kanal zugeordnet ist, ließ sich Google Ads eng steuern. Das Monatsbudget sank nach der Startphase deutlich, der Umsatz aus dem Kanal stieg trotzdem. Die Zusammenarbeit läuft seit Mai 2024 ohne Unterbrechung, inzwischen in der fünften Beauftragung.
Fazit & Ausblick

Sichtbarkeit ist der Anfang, nicht das Ergebnis

Im ersten Projektjahr war die Aufgabe, überhaupt gefunden zu werden. 2025 war die Aufgabe, dass die Sichtbarkeit auch verkauft. Das ist der schwierigere Teil, weil er nicht über Reichweite läuft, sondern über Struktur: welche Seite für welchen Suchbegriff, welches Produkt in welcher Kategorie, welcher Kanal für welchen Umsatz.

Der Shop-Umsatz im vierten Quartal 2025 lag rund 66 Prozent über dem Vorjahresquartal, der gemeinsam gesetzte Umsatzplan wurde übertroffen. Google Ads kam erst dazu, als die Zuordnung stand, und lieferte in sechs Monaten Faktor 7 auf das eingesetzte Werbebudget.

Die Zusammenarbeit begann im Mai 2024 und wurde seither vier Mal verlängert.

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