Wie Hemming Technik aus Sichtbarkeit planbaren Shop-Umsatz gemacht hat
Die Hemming Technik GmbH & Co. KG aus Gronau im Münsterland entwickelt und produziert seit 1988 Diamantwerkzeuge und Maschinen für die Bauwerksbearbeitung. Der Schwerpunkt liegt auf dem nachträglichen Einfräsen von Fußbodenheizungen in Bestandsgebäuden.
Das Unternehmen wird in zweiter Generation als Familienbetrieb geführt und verkauft ausschließlich an Gewerbekunden und Institutionen. Der Onlineshop führt 261 Artikel, geliefert wird europaweit.

Shop-Umsatz im vierten Quartal, 2024 gegenüber 2025
Bestellungen im Shop pro Quartal, viertes Quartal 2024 gegenüber viertem Quartal 2025
Umsatz je Euro Werbebudget in Google Ads, Juli bis Dezember 2025
Ein Shop, den der Markt nicht gefunden hat
Im Kernsegment ist Hemming Technik nach eigener Angabe der größte Lieferant für Fußbodenheizungs-Frässysteme in Deutschland. Ein Teil der Wettbewerber bezieht die Maschinen dort und vermietet sie weiter. Online hatte sich diese Position nicht abgebildet.
Der Onlineshop war seit etwa 2022 online. Er wurde gefunden, wenn man den Firmennamen kannte, kaum aber über die Begriffe, mit denen Handwerksbetriebe nach Maschinen und Werkzeugen suchen. Die Kategorieseiten waren nicht auf Suchbegriffe ausgerichtet, ein Teil der Sortimentslogik lag auf einer zweiten Domain, die separat über Anzeigen beworben wurde. Anzeigen liefen bei einem externen Dienstleister, ohne sauber zugeordnetes Tracking.
Im ersten Projektjahr ging es darum, überhaupt gefunden zu werden. 2025 war die Aufgabe eine andere: aus dieser Sichtbarkeit Umsatz machen.
Was 2025 erreicht werden sollte
Die Sichtbarkeit stand nach dem ersten Jahr. Offen war die Frage, ob sie auch verkauft. 2025 wurde deshalb ein Jahr der Qualität statt der Menge.
Auf kaufnahen Begriffen ranken
Nicht mehr Keywords, sondern die richtigen: Kategorie- und Produktbegriffe mit gewerblicher Kaufabsicht.
Den Umsatzplan erfüllen
Ein im Dezember 2024 gesetztes Umsatzziel, aufgeteilt auf Kanäle und Monate, monatlich gegengeprüft.
Einen zweiten Kanal aufbauen
Google Ads in die eigene Steuerung holen, aber erst nach dem Tracking, nicht davor.
Das Sortiment maschinenlesbar machen
Produkteigenschaften strukturiert erfassen, damit Beratungslogik und Suchmaschinen dieselbe Grundlage nutzen.
Erst messen, dann Anzeigen schalten
2025 lief in vier Schritten. Zuerst wurde die Suchnachfrage vollständig erfasst, dann die Kategoriestruktur darauf ausgerichtet, dann die technische Basis nachgezogen und erst danach Google Ads gestartet. Der Wendepunkt war die Reihenfolge: Anzeigen liefen vorher schon, nur ohne belastbare Zuordnung. Ohne diese Zuordnung wäre nicht entscheidbar gewesen, welcher Euro wirkt.
Suchnachfrage vollständig erfassen
Im Februar 2025 wurde die Keyword-Basis auf den gesamten Markt ausgeweitet. Über alle Quellen hinweg wurden 16.327 einzigartige Suchbegriffe mit rund 2,8 Millionen Suchvolumen analysiert. Daraus entstand eine priorisierte Zielstruktur von 122 URLs, die zusammen 706.960 Suchvolumen abdecken.
Kategorieseiten auf Kaufabsicht ausrichten
Ab Mai 2025 galt ein verbindliches Template für Kategorie- und Ratgeberseiten: Hauptkeyword in der H1, drei praktische Vorteile, Produktberatung mit internen Links, dann die Argumente des Unternehmens und vier FAQ. Parallel wurden die Produkteigenschaften von 31 Artikeln strukturiert erfasst, von Einsatzgebiet bis geeignetes Material.
Technisches Fundament und wöchentlicher Projekttag
Für das Shopify-Theme entstand ein Anforderungskatalog mit 26 SEO-Anforderungen in sechs Bereichen, von Core Web Vitals über Bildformate bis zu Facettennavigation und strukturierten Daten. Ab April 2025 gab es einen festen wöchentlichen Projekttag, an dem gemeinsam umgesetzt wurde statt in Tickets zu warten.
Google Ads nach dem Tracking, nicht davor
Erst als Consent, Merchant Center und Umsatzzuordnung standen, wurde im Juli 2025 die eigene Kampagnenstruktur aufgesetzt: rund 70 Keywords in fünf Anzeigengruppen plus eine Performance-Max-Kampagne. In sechs Monaten kamen 47 Bestellungen dazu, bei Faktor 7 Umsatz je Euro Werbebudget.
Von 57 auf 171 Keywords in den Top 3

Quelle: Ahrefs Site Explorer, Markt Deutschland, Monatswerte zu Halbjahresmitteln, August 2024 bis Dezember 2025
Messbare Ergebnisse mit
echtem Business-Impact
2025 war das Jahr, in dem der Shop von einem Nebenkanal zu einem geplanten Vertriebsweg wurde. Nicht durch mehr Besucher, sondern durch passendere.
Sichtbarkeit ist der Anfang, nicht das Ergebnis
Im ersten Projektjahr war die Aufgabe, überhaupt gefunden zu werden. 2025 war die Aufgabe, dass die Sichtbarkeit auch verkauft. Das ist der schwierigere Teil, weil er nicht über Reichweite läuft, sondern über Struktur: welche Seite für welchen Suchbegriff, welches Produkt in welcher Kategorie, welcher Kanal für welchen Umsatz.
Der Shop-Umsatz im vierten Quartal 2025 lag rund 66 Prozent über dem Vorjahresquartal, der gemeinsam gesetzte Umsatzplan wurde übertroffen. Google Ads kam erst dazu, als die Zuordnung stand, und lieferte in sechs Monaten Faktor 7 auf das eingesetzte Werbebudget.
Die Zusammenarbeit begann im Mai 2024 und wurde seither vier Mal verlängert.
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